Die Geschichte des braunschweigisches Militärs beginne ich im Jahre 1671. Schon zuvor hatte es im Herzogtum Braunschweig eine einheitliche Armee gegeben, die aber zu dieser Zeit z.gr.T. noch aus Söldnern bestand, auch wenn die Herzöge sich lange Zeit mit der Hoffnung trugen, im Kriegsfalle sich auf einheimische Truppen beschränken zu können.
Bereits zu Beginn des 17.Jahrhunderts ist eine einheitliche Uniformierung der Truppen überliefert, wobei damit die Rockfarbe oder eine Schärpe gemeint ist. Die Infanterie bestand zu dieser Zeit aus Pikenieren und Musketieren, die wesentlich kleinere Kavallerie aus Kürassieren und Bandelier- oder Arkebusierreitern. Daneben gab es noch die Dragoner, keine Kavallerie im eigentlichen Sinne, sondern berittene Infanterie, die im Gefecht absaßen. Schließlich gab es noch die Artillerie, deren Mannschaften sich erst im Laufe des 17. Jahrhunderts zu Soldaten entwickelten, zuvor waren es als Sachverständige angeworbene Zivilisten.

In dieser Zeit belagerten die herzolichen Truppen immer wieder die Stadt Braunschweig, die bereits seit dem Mittelalter für ihre Unabhängigkeit kämpfte. 1605 und 1615 blieben Belagerung und Beschießung der Stadt erfolglos. 1618-1648 wütete der Dreißigjährige Krieg in Europa, auch dasHerzogtum Braunschweig leidet darunter, in Lutter am Barenberge findet eine große Schlacht mit 15.000 Toten statt - eine vernichtende Niederlage für Herzog Christian - und Wolfenbüttel wird von kaiserlichen Truppen besetzt. Aus dem Krieg geht das Herzogshaus stark geschwächt hervor. Die Stadt Braunschweig blieb von Belagerung und Plünderung jedoch verschont.
Doch bereits im Jahr 1671 unternahmen die welfische Herzöge mit einem vereinter Heer eine erneute Belagerung der Stadt Braunschweig - dieses Mal erfolgreich. Mit dem Einmarsch der herzoglichenTruppen am 16.Juni 1671 verlor die Stadt ihre Unabhängigkeit und musste seitdem eine Garnison unterhalten. Von diesem Jahr 1671 bis zur Auflösung des Bundeswehrstandorts im Jahr 2003, blieb Braunschweig eine Garnisonsstadt.


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