Die Geschichte der Garnison Braunschweig

 

Die Stadtkommandanten der Garnison Braunschweig (unvollst.):

1813-1821 GenLt. Johann Heinrich Karl v. Bernewitz
1821-1830 GenLt. Johann Carl Moll
1830-1835 GenLt. Friedrich August v. Herzberg
1835-1847 GenLt. Ernst v. Schrader
1847-1851 GenMaj. Heinrich August Christian v. Brandenstein
1851-1855 GenLt. Johann Heinrich Ernst Gustav Normann
1855-1876 GenLt. Alexander Leopold v. Erichsen

 

Kasernen in BS:

 
Ägidien-Kaserne (1756-1843):
ab 1756: Dragonerregiment
ab 1.1.1825: Garde-Husaren-Regiment
1831-1843 : Leib-Bataillon

Die Ägidienkaserne war die erste Kaserne in Braunschweig, sie befand sich auf dem Platz des ehemaligen Ägidien-Klosterhofen, dem heutigen Lessingplatz mit dem Lessingdenkmal.

 
Augusttor-Kaserne (1806-1894):

bis 1826: Hauptwache und Militärgefängnis
1816 - 1.1.1869: Artillerie-Batterie
1869-1892: zwei Schwadrone d. Husaren-Regiments

Ursprünglich das alte August-Tor, nach der Schleifung der Wallanlagen um 1800 Umbau in Gefängnis und Kaserne.
1896 wurde der Portikus der ungenutzten Kaserne mit seinen dorischen Säulen als antikisierende Ruine in den nahen Bürgerpark versetzt und ist dort heute noch zu sehen.
 
Burg-Kaserne (1808-1873):

ab 1808: ein westfälisches Regiment
ab 1814: Infanterie-Regiment
ab 1826: Hauptwache
1843-1848: Leib-Bataillon
ab 1848: Magazin und Reserve-Kaserne

Die alter Burg Heinrichs des Löwen war im Laufe der Jahrhunderte immer wieder umgebaut worden und hatte im 19.Jh. keine Ähnlichkeit mit der mittelalterlichen Residenz mehr.
Nach dem Auszug des Leibbattaillons und der Nutzung als Magazin, brannte die Burg 1873 zum großen Teil aus und verfiel in den folgenden Jahren immer mehr. Sie wurde schließlich abgerissen, an ihrer Stelle wurde 1887-1906 diehistorisierende Rekonstruktion der Burg Dankwarderode errichtet. Sie ist heute noch zu bewundern.
 
Magnitor-Kaserne oder Kavallerie-Kaserne (1825-1907):


ab 1825: Garde-Husaren-Regiment
ab 1830: drei Eskadrone des Husaren-Regiments
ab 1892: Kunst- und Gewerbeschule

1907 wurde das Gebäude schließlich ganz abgerissen. An seiner Stelle findet man nun das Gymnasium Gauß-Schule.
 
Husaren-Kaserne oder Mars-la-Tour-Kaserne (1892-1945):

1873-1918: Husaren-Regiment 17
1920-1945?: Minenwerfer-Abteilung 17
ab 1945: 4.Polizeirevier

Das Gebäude der Husarenkaserne am Altewiekring ist das einzige heute noch vorhandene Kasernengebäude aus dem 19. Jahrhundert.

 

 
Infanteriekaserne am Fallersleber Tor oder Vendôme-Kaserne (1843-1945):


1843-1871: Infanterie-Regiment
1871-1887: 1./2. Batl. d. 4.Magdeburger Infanterie-Regiments Nr.67
1887-1918: Teile des Infanterie-Regiments 92
1918-1921: Reichswehrschutz-Regiment 5
1921-1945: 1.Batl. Infanterie-Regiment 17
ab 1945: Kriminalpolizei, Bundesvermögensamt, Hauptzollamt

Im Zweiten Weltkrieg war die Kaserne durch Bombentreffer schwer beschädigt worden, im Sommer 1961 riss man große Teile der immernoch stattlichen Gebäudereste ab.

 
Kasernenanlge Korfesstraße (1893-1918):

1893-1918: 4.Batl. Infanterie-Regiment 92
1897-1918: 3.Batl. Infanterie-Regiment 92 (aus Blankenburg)

 

 
Heinrich-der-Löwe-Kaserne und Hindenburg-Kaserne (1935-200x):

20.12.1935-1945: i./II. Abt. Artillerie-Regiment 67
ab 1945: Britische Besatzungsarmee
ab 1958: Panzergrenadier-Bataillon 22 und 23
Heute: Leerstehend

 

 
Schillkaserne (1935-1945):

20.12.1935-1945: Beobachtungsabteilung 31
ab 1945: eine Abt. Schutzpolizei des Landes Niedersachsen

 

 
Siegfried-Kaserne (1936-1945):

27.8.1936-1945: Nachrichten-Abteilung 31
ab 1951: Grenzschutz-Abteilung II/5
seit 2000: TU-Braunschweig (Campus Nord)

 

 
Leutnant-Müller-Kaserne (1938-199x):

8.4.1938-1945: Panzerabwehrabteilung 31
195x: Panzerartillerie-Bataillon 25 und Panzer-Pionier-Kompanie 20
Heute: Städtisches Klinikum Salzdahlumer Straße, Wohnanlagen

 

 
Roselies-Kaserne (1938-2003):

4.11.1938-1945: Fallschirminfanterie-Bataillon 1
ab 1945: Lager für Displaced Persons
1961-2003 : Panzerbataillon 24
1976-1986/87 : Panzerbataillon 23
1986-199x : Fernspäh-Kompanie 100
Heute: Leerstehend

 

 
Tannenberg-Kaserne (1938-199x):

1938-1945: Fluzeugführerschule
195x-1986: Nachschub-Kompanie 20
1966-1986 Fernspäh-Kompanie 100
1986/87-1991 Panzerbataillon 23

 

 
Husaren-Kaserne (1938-1994):

1938-1945: Luftwaffen-Nachrichten-Abteilung 2
25.2.1959-1994 : Panzer-Aufklärungs-Bataillon 1
1986-199x : Nachschub-Kompanie 20
19xx-199x: Instandsetzungskompanie 20
Heute: Gewerbepark; Zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber

 

 
     
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